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Pull and Pray: Warum schnelles Rausziehen keine gute Idee ist

Pull and Pray: Warum schnelles Rausziehen keine gute Idee ist

, 2 min Lesezeit

Ungefähr jede fünfte Frau wird durch die Rausziehmethode schwanger. Warum der Coitus interruptus so oft scheitert und welche Rolle der Vorsamen dabei spielt, erfährst du hier.

„Ich pass schon auf!“ – Ein Satz, den viele Frauen schon einmal gehört haben. Die Methode, den Penis kurz vor dem Höhepunkt herauszuziehen, nennt man Coitus interruptus, oder umgangssprachlich auch „Pull and Pray“.

Doch wie sicher ist das eigentlich? Die Wissenschaft hat dazu klare Antworten – und die sind für viele ein echter Plot Twist.

Die harten Fakten: Warum Pull and Pray oft schiefgeht
• Die hohe Versagerrate: Bei typischer Anwendung werden innerhalb eines Jahres etwa 22 % der Frauen schwanger, die sich auf diese Methode verlassen. Das ist mehr als jede Fünfte! [1]
• Das Problem mit dem Timing: Man muss nicht erst Sekunden vorher reagieren, sondern den Penis sofort herausziehen, wenn man spürt, dass der Höhepunkt kommt. Das klingt in der Theorie einfach, scheitert in der Hitze des Gefechts aber oft an der Realität.
• Die Gefahr im Vorsamen: Selbst wenn er rechtzeitig rauszieht, ist man nicht auf der sicheren Seite. Der Lusttropfen (Präejakulat), der schon weit vor dem Orgasmus austritt, kann bei bis zu 41 % der Männer bewegliche und damit befruchtungsfähige Spermien enthalten. [2]
• Spermien sind Überlebenskünstler: Spermien können im weiblichen Körper unter den richtigen Bedingungen 3 bis 5, manchmal sogar bis zu 7 Tage überleben. [3] Das bedeutet: Auch wenn du zum Zeitpunkt des Sex noch gar nicht fruchtbar warst, können die Spermien „warten“, bis dein Eisprung stattfindet.
• Der unberechenbare Zyklus: Da sich der Eisprung durch Stress, Medikamente oder Schlafmangel jederzeit verschieben kann, ist das „fruchtbare Fenster“ viel größer, als viele denken.

Spermien finden ihren Weg
Spermien sind kleine, extrem mobile Schwimmer. Das bedeutet: Auch wenn er rechtzeitig rauszieht, das Ganze aber direkt am Scheideneingang (Vulva) landet, wissen diese kleinen Zellen ganz genau, wie sie ihren Weg nach drinnen finden.

Kurz gesagt: Die Rausziehmethode mag besser sein als gar keine Verhütung, aber wer wirklich nicht schwanger werden möchte, sollte sich nicht darauf verlassen.

Produktempfehlungen für sicheren Spaß:
1. Gefühlsechte Kondome
→ Wenn es sich anfühlen soll wie ohne, aber mit dem nötigen Schutz. Moderne Kondome sind hauchdünn und übertragen die Körperwärme perfekt.
💡 Ideal für alle, die Sicherheit wollen, ohne auf Intensität zu verzichten.

2. Delay Spray oder Gel
→ Hilft dabei, die Erregung besser zu kontrollieren und den Moment des Höhepunktes hinauszuzögern.
💡 Perfekt für Männer, die ihr Timing verbessern möchten.

3. Gleitgel auf Wasserbasis
→ Sorgt für ein reibungsloses Erlebnis und ist zu 100 % kondomverträglich.
💡 Ein absolutes Must-have für geschmeidigen und sicheren Sex.



Quellen
[1] Planned Parenthood: How effective is the pull out method? (https://www.plannedparenthood.org/learn/birth-control/withdrawal-pull-out-method/how-effective-is-withdrawal-method-pulling-out)
[2] Killick et al. (2011): Sperm content of pre-ejaculatory fluid. Human Fertility. (https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3564677/)
[3] Mayo Clinic: Withdrawal method (coitus interruptus). (https://www.mayoclinic.org/tests-procedures/withdrawal-method/about/pac-20395283)

 

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